Es ist Zeit für mehr Trost und Solidarität

Feb 4, 2022 | Selfcare

Es war grau, wolkenverhangen und wurde einfach nicht hell an dem Tag. Ich fühlte mich lost im Homeoffice Bermuda Dreieck zwischen Online Meetings, Dreckwäsche und mal wieder LonelyLunch mit Blick auf die grauen Februarwolken. Ich freute mich auf den Nachmittag mit meinem Sohn, unsere Heimwegrituale und dann eine Runde Heile-Welt-TV beim Paw Patrol schauen.

Es kam alles anders. Auf dem Heimweg aus der Kita beschloss mein Sohn, er will jetzt ein Glacé. Der Kiosk hat ja welches, da kann ich es auch haben wollen. Völlig logisch für einen 3,5 jährigen Jungen. Und wir begannen harte Verhandlungen. Mit hart meine ich: klar, direkt, und nachdrücklich fordern. Er für seine Wünsche. Und ich mit meiner Verantwortung für seine Gesundheit.

Das Dilemma zwischen Gesundheit & Genuss


Ein Teil von mir bewunderte diesen kleinen Menschen, der sich so heftig für sich selbst einsetzt. Egal wie gross mein Nein war – er blieb dran. Ein Teil von mir war verzweifelt, weil mal wieder ich die Erwachsene war (sein sollte), die diese Situation nun zu meistern hatte.
Ein Teil von mir rief: „Jaaa – ich will auch ein Eis. Weil der Tag so doof war.“ Ein andere Teil sagte: „Wo soll denn das hinführen?“ Soviel Aufruhr in mir. In meinem Sohn sowieso.

Er weigerte sich, weiter zu gehen. Wollte den Kiosk mit seinem geliebten Glacé nicht aus den Augen verlieren. Das war ziemlich clever, denn so blieb die Möglichkeit im Sichtfeld, also machbarer. Und er begann das Geländer der Treppe abzulecken… Und ich versuchte alles, um einfach ruhig zu bleiben. Atmen, meinen Körper wahrnehmen, mich selbst anlächeln – das volle Programm. So blieben wir da stehen. An der Ecke zum Busbahnhof. Ich war verzweifelt, er auch.

Mitgefühl + Verständnis + Wagnis = Solidarität

Und dann schickte mir das Universum eine Nachbarin. Sie kam gerade vom Zug, schwer bepackt mit Einkaufstüten. Sie sah unser Dilemma und lächelte mich an. Sie fragte kurz was los sei und ich berichtete von dem, was gerade lief. Voller Mitgefühl sagte sie mir: „Oh ich kenne das so gut von meinem Jüngsten.“ Und ich wärmte mich an ihren Worten. Ihr Lächeln ging direkt in mein Herz.

Nachdem sie weiterging kam eine andere Mutter, die ich mal in einer Spielgruppe kennenlernte und die Szene wiederholte sich. Sie sah uns, fragte was los ist und lächelte mich voller Mitgefühl an. Auch bei ihr konnte ich kurz auftanken, Mut und Kraft schöpfen und Verständnis. Vor allem habe ich mich sehr verbunden gefühlt mit den beiden Frauen. Nicht mehr so alleine mit all der Verantwortung, den zu treffenden Entscheidungen.

Und ich war unendlich dankbar dafür. Für diese kurzen Momente der Solidarität. Für den Trost, den sie mir schenkten, als ich ihn am allernötigsten brauchte.

Herzlichkeit tröstet und ist so einfach. Das durfte ich an dem schwierigen Tag erleben.

Gefunden – der Weg aus dem Drama

Ein paar Tage vorher war ich unendlich wütend auf mich, alle anderen und die Welt im Allgemeinen gewesen. Und ich spürte, wie ich aus dieser unbändigen Wut nicht mehr raus fand. Als mir das klar wurde, wurde ich ruhiger – und fand dann eben doch einen Ausweg aus der Wut. Ich nahm mein Tagebuch und schrieb und schrieb.

Als wir da beide so verzweifelt im Nieselregen standen, kam mir der Gedanke: „Was, wenn er gerade auch nicht mehr alleine rausfindet aus der Situation?“ Und ich ging zu ihm. Er liess endlich zu, dass ich ihn hochhebe und nach Hause trage. Er war die Hölle schwer. Der blöde Buggy musste auch noch geschoben werden. Egal. Mütter haben Superkräfte. Ich dann auch.

Und – es funktionierte. Er lies zu, dass ich ihn heim trage und entspannte sich auf meinem Arm. Das Glacé rückte etwas weg von uns und wir fanden wieder zueinander.

Ich bin so unendlich dankbar, dass diese beiden wundervollen Frauen sich Zeit genommen haben, mich ansprachen und mir so ihre Unterstützung schenkten. Glacé gibts am Wochenende. Weil ich die Erwachsene hier bin, die die Verantwortung trägt und weil ich das so entscheide.

Eins meiner Bilder.
So gestärkt nach dem Erlebnis – mein Vertrauen in mich und mein Glaube an das Gute in so vielen anderen Menschen.

Mein Wunsch

Es hat so wenig gebraucht, damit ich wieder in meine Balance fand. Zwei Lächeln, verständnisvolle Worte und 2 Frauen, die das gespürt haben. Dann ging es wieder leichter. Ich fand meinen Weg zurück zu dem Teil in mir mit den Lösungsideen.
Es braucht so wenig, damit sich ein anderer Mensch gesehen, geschätzt und gemocht fühlt. Stehenbleiben, spüren was los ist und ein paar freundliche Worte. Vielleicht noch die Frage, was kann ich helfen.
Ich wünsche mir, das wir das alle viel öfter füreinander wagen. So wie es gerade möglich ist und gebraucht wird.

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Hoi,
ich bin Christine.

Ich bin VUCA-Expertin, Coachin und LEGO Serious Play® Facilitatorin.
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