Es ist die Time of my life – diese Jahre voller Wechsel

Nov 11, 2022 | Persönliches

Christine lächelnd in weisser Bluse

Eigentlich wollte ich ja kneifen. Uneigentlich hatte ich aber versprochen, bei der Blogparade von Silke Geissen mitzuschreiben. Sie ruft dazu auf, mit der Frage: Wechseljahre – Endstation unsichtbar oder Time of your Life? Es haben schon viele tolle Frauen mitgeschrieben.

Wenn Du das hier liest, hat die Stimme in mir gewonnen, die sagt: «Schreib es auf. Setz Dich damit auseinander. Und nähere Dich schreibend, diesem Wortungetüm – Wechseljahre.» In der Schweiz heisst das „Abänderung“ und irgendwie finde ich das s‘ chlieses bitzeli schöner. Beide Wörter beschreiben ja nur den nächsten Lebensabschnitt. Der sowieso kommt – ob ich ihn ablehne oder nicht.

Das war der Anfang meiner Wechseljahre

Es fing an mit unglaublich heftigen Wutausbrüchen. Bei Themen, die mich auch schon früher heftig aktiviert hatten. Na gut, wirklich angefangen hatte es mit dem ein oder anderen grauen Haar, die ich am Anfang einfach raus riss und sofort wieder vergass. Und irgendwann neugierig begrüsste und wachsen liess. Sah ich doch immer mehr wunderbare Frauen um mich herum, die diese zarten neuen Freunde voller Stolz trugen.

Bei den Wutausbrüchen stand ich staunend neben mir und fragte mich: «Huch, wer ist das denn? Woher kommt all diese Wut? Und warum lupft es jetzt den Deckel auf einmal so stark?»

Es war wirklich krass. Und meine beiden Männer mehr als einmal sehr verstört. Ich wurde neugierig und bekam zu forschen, was es damit auf sich hat.

Dann fielen mir zwei grossartige Bücher in die Hände. In denen ich las, dass diese nicht-mehr-runterschlucken-wollen ein Zeichen der Wechseljahre sein kann. Die Bücher sind Sheila de Liz „Woman on Fire“ und Maisie Hill „Superpower Wechseljahre“, die ich sehr empfehlen kann. Egal wo Du stehst in dem Thema, oder Dich als Mann dafür interessierst, was da mit den Frauen um Dich herum los ist.

Dann fiel mir auf, dass mein Körper meine üblichen Spiele nicht mehr mitmachte. Zunehmen, dann ein paar Wochen Weight Watchers oder irgendwas anders, was verspricht: „Mit viel Disziplin wirst Du wieder abnehmen.“ Du kennst das vielleicht. Aber auf einmal nahm ich nichts mehr ab. Egal was ich fabrizierte, worauf ich alles verzichtete – nichts ging. Und kostete mich doch so viel Willenskraft. Energie, die ich dann nicht mehr für meine Projekte zur Verfügung hatte.

Eines Tages sagte mein 4-jähriger Sohn zu mir: «Mama, darfst Du das essen?» Und ich schluckte schwer. Mit welchem Bild von mir und meinem Essverhalten wächst er auf? Was läuft denn da? Will ich das? Nein. Auf keinen Fall. Ganz klar.

Ich arbeite mich weiter in das Thema ein. Und begann die Gedanken zuzulassen, dass ich nun wohl in der Perimenopause angekommen bin. Es gab Tage, da wollte ich das weit weit weg weisen von mir und meinen Leben. Es gab immer öfter Tage, wo ich spürte, dass das genau so ist und stimmt.

Als ich vor 5 Jahren eine Fehlgeburt hatte, erlebte ich zum 1. Mal in meinem Leben die Endlichkeit unseres Seins. Ich erfuhr am eigenen Leib, dass ich gar nicht so viel in der Hand habe, wie ich immer glaube. Diese Wochen damals haben mich gelehrt, was Demut ist. Und wie kostbar das Leben hier. Und ich werde alles auskosten, was da draussen noch auf mich wartet. Ich werde es feiern, geniessen und gestalten.

Das ist gut

  • Ich weiss immer besser, was ich will – und traue mich, es mir zu nehmen.
  • Ich bin immer öfter wohlwollend, sanft und nachsichtig – vor allem mit mir selbst.
  • Ich lasse andere Menschen mehr so sein wie sie eben sind – und höre auf an ihnen herumzuziehen.
  • Ich hinterfrage mehr und bin darin noch unerbittlicher – weil ich es wirklich wissen will.
  • Ich lasse mir mehr Zeit für Entscheidungen – springe nicht mehr gleich auf jeden spannenden Zug auf, der an mir vorbeirast.

Das ist neu

  • Ich passe meine Kleider an meinen Körper an – nicht mehr meinen Körper an meine Kleider.
  • Ich mache regelmässig Krafttraining an einer Astronautenmaschine – und ich liebe es.
  • Ich erlaube mir mein nerdy Thema «Ernährung» aus purem Interesse – und nicht mehr aus Körperoptimierungsabsichten. 
  • Ich sage immer öfter dazu, wie ich mich fühle, damit mein Gegenüber wirklich nachvollziehen kann, wie es mir geht.
  • Ich fange bei mir selbst an, wenn mich etwas stört in dem tiefen Vertrauen, dass sich das dann auch im Aussen auch so sortiert, wie es für alle gut ist.

Das ist anders

  • Ich habe intensivere und tiefere Gespräche mit Männern, als je zuvor – die ich mir lange gewünscht habe. Mit Frauen hatte ich die schon immer – das ist meine Auftankzone. Mutig suche ich sie mir mit jedem Menschen, schaffe Tiefe und Verbindung – damit sie auch wirklich da ist.
  • Ich gebe sehr gerne Geld aus für Weiterlernen, Wachsen und die besten Mentorinnen – nicht mehr für Schuhe und Taschen. Meine Reisen, vor allem die Hotels, sind entweder grandios, oder ich bleibe zu Hause.
  • Ich mache Entscheidungen rückgängig, wenn möglich. Für mein Buch hatte ich ein Passionprojekt aufgegeben. Und nun bin ich wieder dabei – als Podcastkolumnistin in der Runde mit zwei ganz besonderen Männern.
  • Ich bin sehr gerne zu Hause in meinem Büro, mit mir und auf meiner Couch. Wenn ich ausgehe, dann mit den allerbesten Menschen und Inhalten – keine Kompromisse mehr.
  • Ich zeige mich wirklich. Ich erzähle meinen Geschichten direkt aus meinem Herzen und berühre damit. Das bekomme ich als Feedback und es ermutigt mich, damit ganz genauso weiterzumachen.

Das ist gleich

  • Ich bin unendlich neugierig und kaufe am allerliebsten Bücher. Es gibt sooo viele spannende Inhalte und ich liebe jedes Buch, das zu mir findet.
  • Ich liebe gutes Essen und suche mir die allerschönsten Plätze dafür aus.
  • Am liebsten koche ich selbst zu Hause in meiner Küche, mit einem guten Podcast im Ohr.
  • Ich lebe Grosszügigkeit und geniesse das, was sie mit den Anderen macht.
  • Für meine Herzensmenschen mache ich supergerne Überraschungen. Das können Geschenke, wie selbstgemachtes Sauerteigbrot, meine eigene Seife oder eine Postkarte aus dem Urlaub sein.
  • Ich stehe selbstbewusst in der Reihe ganz wunderbarer Frauen, die jede einzelne grossartige Inspirateurinnen sind. Und das ist ein sehr gutes Gefühl.
  • Ich werde immer öfter um Rat gefragt von jüngeren Frauen, die so vieles noch vor sich haben, wobei ich ihnen ein s’bitzeli die Hand und auch so manchen Stups geben kann.

Nach langem Überlegen habe ich dieses Jahr eine Mediumsausbildung anfangen. Schon lange glaube ich für daran, dass wir Seelen sind, die diese Körper hier als Transportmittel, Zuhause und hoffentlich auch Wohlfühlort nutzen. In meiner Ausbildung lerne ich die Strassenverkehrsregeln, die für den Kontakt mit der geistigen Welt nützlich sind. Ich liebe es, mich dort voll hineinzugeben.

Aus dieser Energie will ich noch viel mehr gestalten und wirken. Damit bin ich ganz leicht und sehr gerne sichtbar. In meinem Post zur Bedeutung des 9.11.1989 diese Woche auf LinkedIn hatte ich 650 Likes, mehr als 100 Kommentare und ca. 55.000 Views. Ganz schön viel Sichtbarkeit und ganz schön wenig Unsichtbarkeit – für den Frieden, der mir sehr sehr am Herzen liegt.

Ich drücke aus, was mich drückt. Völlig egal, was «man-machen-sollte». Es ist mir so herzlich egal. Auch das ist ein Geschenk dieses Lebensabschnitts. An meinem Leben entlang teile ich das, was ich inspirierend finde, was mich beschäftigt. Und ich bin damit sehr gerne sichtbar.

Mein Fazit zum Thema Wechseljahre

Also liebe Silke, es ist definitiv die Time of my Life, diese Jahre voller Wechsel. Dank Dir weiss ich das jetzt ganz bewusst. Und ich danke Dir, dass Du mir das so direkt vor Augen geführt hast und an vielen Stellen auch vorlebst.

Silke Geissen ist eine grandiose Gesprächspartnerin rund um das Thema «Älterwerden». Sie ist die coole Socke, die Dich nähren, bereichern und stärken kann. Sie ist voller Liebe, Weisheit und Freude. Sie hat mir in meinem Mini Coaching z.B. das Wort Hoffnungskleider geschenkt. Die besuche ich ab und zu im Keller und sage ihnen: „Schätzelis – wir sehen uns wieder. Versprochen.“

Hoi,
ich bin Christine.

Ich bin Medium, Heilerin und Autorin.
Wenn Du mit dem in Frieden kommen willst, was Dich jetzt gerade stresst, dann lass uns zusammenarbeiten.

Wie wäre es, wenn Du von dort aus gestalten kannst?
Ich begleite Dich mit alltagstauglichen Schrittli, bis Du das geschafft hast.

Schreib mir. Ich freu mich.

Erfahre mehr über mich und meine Vision für dich.

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