Der Tag, an dem ich wusste, dass ich ein Buch schreiben werde

Jun 12, 2022 | Buch, Persönliches

Christine in der Abendsonne mit Kopfhörern

Es war ein leiser Sommerabend im Juli 2021. Die Sonne war schon fast verschwunden. Noch war es hell genug, dass ich kein Licht machen musste. Die Luft war warm und die Erfrischung der Nacht war schon zu ahnen. Ich kam aus meinem Büro und sagte mehr zu mir selbst: „Ich schreibe ein Buch. Nächstes Jahr schreibe ich ein Buch.“ Der Gedanke war einfach da. Mehr nicht. Nur dieser eine Gedanke. Er war so stark und kraftvoll und ich wusste ganz genau, dass es dieses Buch geben wird.

Dass das viel schneller gehen würde, ahnte ich damals noch nicht. In dieser aufgeregten Vorfreude ging ich ins Bett. In der Nacht kam mir der Name meiner Heldin in den Sinn.
Sie heisst Toni. Sie ist eine Vielsucherin. Sie ist auf ihrer Reise zu sich selbst.

In diesem Artikel nehme ich Dich mit auf ein paar Stationen meiner Reise zu meinem Buch. Ich erzähle Dir von hilfreichen Menschen, von besonderen Momenten und zeige Dir auch ein paar Textstückli.

Telefon in einer Liftkabine
Mein Buch ruft mich. Und ich höre zu.

Ein wichtiges Zeichen

Wir verbrachten den Nationalfeiertag der Schweiz, den 1. August 2021 in den Bergen. In einem wunderschönen kleinen Berggasthof feierten wir mit Freunden und übernachteten auch dort. Meine Freundin Steffi hatte kurz vorher ihre Channelingausbildung beendet und natürlich war ich unendlich neugierig, was sie mir sagen bzw. channeln würde auf meine viele Fragen.

Wir schlichen uns heimlich in ein unbenutztes Dachzimmer. Von dort schauten wir auf eine blühende Bergwiese. Die Gipfel waren in Wolken und es begann leicht zu regnen. Total passende Stimmung für unser Gespräch.

„Wie finden mich die Frauen, mit denen ich arbeiten soll?“ fragte ich Steffi. Und sie channelte mir: „Durch Dein Buch. Ich sehe Dich unter einem grossen Baum sitzen auf einem Marktplatz und aus dem Buch vorlesen. So finden sie Dich.“

Ich war sprachlos. Denn ich hatte niemanden von meinen Buchplänen erzählt. Und dann sagte mir Steffi das. Ich nahm es als Zeichen, dass ich wirklich das Buch schreiben soll, dass es in die Welt kommen soll.

Skulptur aus weissem Porzellan
Meine Leserin. Gefunden am Zürichsee und seitdem in meinem Arbeitszimmer. Als tägliche Erinnerung.

Mein Urknall für das Buch

Kurz darauf erfuhr ich von Monika Stolina und ihrer ganz besonderen Schreibmethode. Und dann war er da, Monikas nächster Kurs: „Der Urknall für Dein Buch“ und ich wusste: Da MUSS ich dabei sein.

Nicht so einfach, weil das Wochenende für mich Familytime ist. Aber wenn ich etwas will, dann finde ich einen Weg. Immer. Und wir haben uns so organisiert, dass ich beide halbe Tage völlig frei war, mich in meinem Büro einschliessen konnte und an Monikas Kurs teilnehmen konnte.

Ich tauchte ganz schnell in ihre geführten Meditationen, ihre Visualisierungsübungen und ihre Schreibimpulse. Ihr Wissen saugte ich komplett auf – ich inhalierte alles, was es da für mich zu lernen gab. Alles fühlte sich leicht, intensiv und ganz genau richtig an.

Am Sonntagabend hatte ich die komplette Struktur für mein Buch. Ich wusste, was unbedingt hineingehörte und in welche Richtung ich schreiben will. Und doch waren es „nur“ die Leitplanken und ganz viel Freiheit – die ich auch genüsslich genutzt habe. Denn auch beim Buch gilt:

Mein Raum. Meine Regeln.

Christine Traut.

Ich besuchte gleich im Anschluss den 33 Tage Kurs von Monika und arbeitete sehr fokussiert in einer Gruppe wunderbarer Autor:innen weiter an meinem Buch. Seite um Seite füllte sich. Und immer wieder kamen mir neue Ideen, was da rein gehört. Worüber ich schreiben möchte. Tränen flossen, Klösse im Hals schluckte ich herunter und schrieb, schrieb, schrieb.

Nach den 33 Tagen galt es dann meinen eigenen Weg zu finden, diszipliniert weiterzuschreiben. Ich kenne das vom Malen – Disziplin und Wollen ist Teil der Magie. Gerade auch dann wenn ein Teil in mir sagt: „Och ne, heute nicht.“ Dranbleiben lohnt sich so sehr.

Jeden Tag eine kleine Einheit von z.B. 20min bringt unglaublich viel – in der Summe. Manchmal schrieb ich natürlich auch länger – wenn ich im Flow war und tief versunken voller Freude weiter schrieb.

Oft fielen mir mitten in der Nacht Satzfetzen oder Situationen ein, die ins Buch gehörten. Und ich stand dann sofort auf, lief durch die dunkle warme Wohnung in mein Büro und notierte mir alles. Erst dann konnte ich weiterschlafen. Und am Morgen dann gleich weiter schreiben.

Papkarton mit verschiedenen Post-ist und Wörtern
Ergebnis meines Urknallwochenendes – die Struktur und viele viele Stichworte für mein Buch.

Was mich beim Schreiben überraschte

Monikas 33-Tage Kurs besteht aus ganz vielen verschiedenen Impulsen, die die Kreativität anregen und das aus uns hervorbringen sollte, was sowieso schon da ist. Mit ihrer Methode kann ich das ganz leicht anzapfen und aus mir hervorholen. Und auf einmal schrieb ich Gedichte… Noch nie zuvor hatte ich das getan. Und dann flossen sie einfach so aus mir heraus. Toni, meine Heldin hat sie geschrieben, in ihr Tagebuch oder in einen Brief an ihre grosse Liebe. Und so stehen sie nun auch in meinem Buch.

Ich schreibe immer mit Musik. Habe eine Playlist „Buch“, die mich sofort in Tonis Welt katapultiert. Ich tauche komplett ab und blende alles um mich herum aus. Viele Jahre hab ich kaum Musik gehört und wusste gar nicht, welche Magie sie für mich bereithält. Immer wieder fügte ich neue Lieder hinzu. Die Shuffle Funktion ist mein bester Freund. Oft schenkt mir ein Lied ein bestimmtes Wort, das zum nächsten Absatz führte.

Manchmal fiel es mir schwer, aus der Rolle der Toni wieder herauszufinden. Toni war dann die, die den Streit um den Abwasch in unserer Küche anzettelte. Oder die untröstlich war, weil etwas nicht so lief wie sie es wollte. Das konnte ich in unseren Morgenrunden mit Monika besprechen. Sie riet mir dann ganz bewusst ein- und auszusteigen, um die Konfusion der Rollen zu reduzieren.

Heute kann ich damit ganz bewusst umgehen. Manchmal schlüpfe ich ganz bewusst in meinen Toni – Teil und erlaube mir ganz andere Gedanken, als ich sie mir sonst erlaube. Und dann steige ich wieder aus und bin wieder ganz ich.

Das allerschönste am Schreiben ist für mich, ganz schnell und völlig im Flow zu sein. Also total im Schreiben ohne Gedanken an irgendwas anderes. Es gibt mir so viel mehr Energie als es kostet. Wenn es mir heute nicht gut geht, ist das Schreiben eine meiner Krafttankstellen. Entweder in meinem Tagebuch, einem Blogartikel oder einfach ein Gedicht. Danach gehts mir immer besser als vorher.

Acrylbild in Blau und Orange mit Scherenschnitt
Der Schamane. Mein Bild zum Buch.

Das Bild zum Buch

Seit fast 5 Jahren gehe ich regelmässig malen. Und eines Tages wuste ich, dass ich ein ganz bestimmtes Bild malen muss, das mit dem Buch zu tun hab. Toni trifft immer wieder einen Schamanen, mit dem sie die Fragen ihres Lebens bespricht. Und für bzw. über ihn wollte ich ein Bild malen. Du siehst es hier eingefügt.

Meine Mallehrerin sagte dazu: „Das ist nicht mehr gefällig“ und alles in mir jubelte, denn das ist das was ich für Toni und mich will: nicht mehr gefällig sein. Es ist eins der Bilder, die ich niemals verkaufen würde. Weil es so eng mit dem Buch und mit mir verbunden ist.

In den Gesprächen über das Bild erzählte mir Dalia, das sie immer schon malt. Seit sie ein kleines Mädchen war, verarbeitet sie die Aufgaben des Lebens in ihren Bildern. Wunderschöne Bilder übrigens!!!

Da wurde mir bewusst, dass ich schon immer geschrieben habe. Tonnenweise Tagebücher liegen hier in einer gut gehüteten Kiste. Darin sind z.B.:

  • Liebesbriefe an die Männer, die ich nicht haben konnte
  • Briefe an Menschen, die ich mich nicht getraut habe abzuschicken
  • Tatsachenberichte von Momenten, die ich festhalten wollte
  • Beschwerdebriefe an meine Eltern oder die ganze Welt
  • Fiktionen, wie es doch so schön sein könnte, wenn…

Um nur einige Beispiele zu nennen. Irgendwann lese ich sie alle nochmal. In unserem Gespräch darüber wurde mir klar, dass es immer schon mein Weg war, Dinge für mich schreibend zu verarbeiten.

Das war mir vorher nie bewusst. Und nun setze ich das ganz bewusst für mich und mein Auftanken ein. Und habe immer ein Tagebuch dabei für Gedichte, Gedanken und Briefe.

Wald und im Hintergrund Berge und blauer Himmel
Hier las ich meiner Freundin voller Herzklopfen aus meinem Buch vor.

Erste Lesungen aus meinem Buch

Im September 2021 führte ich einen Magischer Salon durch. Und las dort meinen Epilog vor.
Hier ist ein Stückchen daraus für Dich:

Das ist ein Gedicht für Toni, eine Frau, 
die ich gerade erst kennenlerne,
ihren Hunger auf das Leben, 
der sie antreibt, immer und jedes Mal 
weiter zu gehen, als sie eigentlich gehen wollte.

Die so vieles gleichzeitig ist: laut & leise, suchend & findend, 
hell & dunkel, flatterig & tief.
Sie ist alles.

Sie zerbricht sich viel zu oft ihren klugen Kopf, 
in unstillbarer Sehnsucht, 
dieses «thing-called-life» endlich zu verstehen.

Sie weiss längst, dass nur fühlen und durch-alles-durchgehen
sie erlösen kann von ihren Gedankenstürmen.

Sie liebt Menschen. Sich selbst liebt sie auch.
Meistens. Öfter als früher.
Immerhin was.

Meine Freundin Semo schenkte mir zum Geburtstag Zeit mit ihr – mein Lieblinsgeschenk. Wir machten eine lange Wanderung und ich las ihr unterwegs einen Auszug aus dem Buch vor. Gar nicht so leicht, diese vielen Worte nun auf einmal öffentlich zu teilen. Aber ich wollte es unbedingt teilen und hören, wie sie es findet.

Bei beiden Lesungen waren die Reaktionen: „Ich will mehr davon. Bitte schreib weiter und veröffentliche es auch.“

Das Leben ist schön imfall. Postkarte mit Schriftzug
Das ist es. Und immer wieder gilt es Wege zu finden.

Konfusion Zwischen Buch und Blog

Im Dezember letzten Jahres begann ich regelmässig zu bloggen. Mein Jahresrückblick war mein erster richtiger Blogartikel. Und dann gabs eine Riesenkonfusion in mir. Was gehört in den Blog? Was muss ins Buch? Ich war ziemlich lost. Und gab mir Zeit, dass mich die Antwort finden kann. Dabei half mir folgender Rat von Svenja Walter:

Bloggt immer an Eurem Leben entlang. Dann wird es leicht und natürlich.

Svenja Walter

Und das war mein Wegweiser. Alles was mit meinem Leben zu tun hat und was ich teilen will, gehört in den Blog. Alles was Toni erlebt, braucht und bekommt gehört ins Buch. Und so lernten beide Blog und Buch zusammen mit mir. Ich fand zurück in meinen Flow. Jetzt einfach im Buch und im Blog.

Das Buch ist fertig – also fast fertig

Vor ein paar Wochen kam mir eine neue Geschichte in den Sinn. Ich probierte sie ins Buch zu schreiben. Das ging nicht. Sie hat nichts mit Toni und em Schamanen zu tun. Zuerst war ich echt erschrocken. Dann erlaubte ich mir den Gedanken: „Was, wenn es fertig ist, mein Buch?“ Das ganze Wochenende trufg ich den Gedanken mit mir herum und er fühlte sich immer besser an.

Am Montag danach kontaktierte ich Monika und fragte sie, wie es weitergehen würde.
Und dann sandte ich mutig und aufgeregt mein Buch und alle seine Wörter an sie. Nun freue ich mich riesig auf ihr Feedback und alle nächsten Schritte.

Letzte Woche habe ich 2 Vorbestellungen erhalten. Kann es selbst kaum glauben, aber es ist so.
Bald erscheint mein Buch.

Hoi,
ich bin Christine.

Ich bin die richtige Mentorin für Dich, wenn Du Dein Problem zu einer Kraftquelle machen möchtest.

Ich begleite Dich mit alltagstauglichen Schrittli und Deinem individuellem wie, bist Du das geschafft hast. Und ganz in Deiner Kraft angekommen bist. Sie schätzt, lebst und geniesst. 

Erfahre mehr über mich und meine Vision für dich.

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