„Was wünschst du dir, dass dein Kind besser hat?“ – meine Erfahrung mit dem Generationcode
(und warum das kein Extra-To-do ist, sondern der Weg zur Wurzel)
Ich hörte einen meiner Lieblingspodcasts – zum Thema Generationcode, beim Spazierengehen am Morgen, wie immer.
Dann sagte Sabine Lück einen Satz, und ich hielt inne: „Was wünschst du dir, dass dein Kind in seinem Leben besser hat als du?“
Sabine hat den Generation-Code Prozess entwickelt, einen Prozess zur Ahnenheilung. Der Generationcode ist ein dreiteiliger Workshop-Prozess: In drei Wochenenden lassen sich ererbte Muster und Wunden aus der eigenen Familienlinie erkennen und lösen.
Und genau an diesem Morgen hatten mein Partner und ich am Frühstückstisch eine grosse Diskussion gehabt. Ich wünschte mir, dass unser Sohn es wärmer hat. Weicher. Liebevoller. Emotionaler. Und ich würde alles dafür tun. So sagte ich es ihm voller Leidenschaft, weil mich das Thema so sehr beschäftigt.
Just an diesem Morgen. Diese Frage.
Ich schätze schon lange systemische Arbeit, und das weiss, das wir die Themen unserer Ahnen tragen und weitergeben. Aber diese Passung, dieser Moment, hat mich elektrisiert. Sabine geht davon aus, dass genau da, wo wir uns für unsere Kinder etwas Besseres wünschen, unsere grösste eigene Wunde liegt.
Ich habe ihr geschrieben. Ob sie ihre Workshops auch in der Schweiz anbietet. Sie hat mir geantwortet, dass sie drei wunderbare Menschen ausgebildet hat, die den Generationcode in Thun durchführen. Ich habe den ersten möglichen Termin gebucht.
Drei Wochenenden in Thun
Was mir am stärksten im Gedächtnis geblieben ist, ist Ehrfurcht. Demut vor dem, was wir alle als Rucksack von unseren Ahnen mittragen, ohne es zu wissen.
Nach dem zweiten von drei Wochenenden sass ich berührt da und stellte die Frage, die mich am meisten beschäftigte: Wie soll ich denn jetzt im Alltag damit umgehen, wenn ich weiss, dass alle Menschen um mich herum solche Rucksäcke tragen?
Die Therapeutin Sara sagte: „Christine, das geht nur mit Empathie.“
Dieser Satz trägt mich seither. Zurück zu Hause, aber auch zurück im Job. Ich nehme diese Rucksäcke bei anderen Menschen wahr. Und es ist nicht an mir, dass sie sie lösen. Das ist ihr Weg, wann immer sie dazu bereit sind. Was ich beitragen kann, ist Empathie. Und Vorbild sein. Darüber erzählen. Damit dieses Wissen in die Welt kommt.
Genau das will ich mit diesem Artikel erreichen.
Der Treuevertrag mit meiner Mutter
Am ersten Wochenende der Ahnenheilung haben wir uns das angeschaut, was man im Generationcode einen Treuevertrag nennt: eine Abmachung, die ich mit meiner Mutter geschlossen hatte, unbewusst und ohne sie jemals zu unterschreiben. Ich hatte mich entschieden, mit meiner weiblichen Ahnenlinie zu beginnen. Andere Teilnehmer begannen mit ihrer männlichen Ahnenlinie. Jeder so, wie er es gerade brauchte.
An den anderen beiden Wochenenden, die im Abstand von jeweils 4 Wochen folgten, haben wir den gesamten Generationcode-Prozess durchlaufen, jede:r individuell und zusammen als Gruppe. Angeleitet und begleitet vom Team von Generationcode Schweiz, drei sehr erfahrenen und liebevollen Therapeut:innen.
Direkt nach Abschluss des Prozesses im Dezember 2025 merkte ich ganz genau, dass sich massiv etwas verändert hatte in meinem Leben. Und es wirkt und wirkt und wirkt. Auch heute hat sich mein Verhältnis zu meiner Mutter grundlegend entspannt, befriedet und ja, ich sage geheilt.
Wenn meine Mutter heute einen Kommentar macht, der mich früher tief verletzt hätte, kann ich ihn nun als das sehen, was er ist: ihre Meinung. Sachlich. Ich muss nicht mehr darauf einsteigen.
Wir hatten kürzlich eine Diskussion, dass mein Sohn (8) doch sehr anders sei als mein Bruder (41). Ich konnte meiner Mutter ganz neutral sagen: „Schau, mein Bruder ist ganz anders aufgewachsen. Andere Kindheit, anderes Land, andere Rahmenbedingungen. „Natürlich ist er ein anderer Mensch.“
Sie konnte das gut annehmen, weil ich auf der sachlichen Ebene bleiben konnte. Ich konnte nachvollziehen, was sie sagt. Und trotzdem konnte ich sagen: Bis hierhin und nicht weiter. Er wird nicht verglichen.
„Oh Gott, auch das noch“
Ich habe kürzlich einen Vortrag zu diesem Thema in meinem Corporate Umfeld organisiert. Die Rückmeldungen danach: Oh Gott, darum soll ich mich also auch noch kümmern?!
Das hat mich sehr berührt. Denn darin steckt, dass die Leute schon verstehen, dass es sich lohnen würde, sich damit zu beschäftigen. Sie sehen darin (aber noch) ein zusätzliches To-do auf einer ohnehin randvollen Liste.
Dabei ist Ahnenarbeit die Abkürzung. Die Stelle, an der vieles andere leichter wird, weil man aufhört, dieselben alten Muster immer wieder neu zu bekämpfen.
Ahnst du, dass da etwas ist?
Vielleicht ahnst Du es auch schon lange. Dass da etwas ist, was dich unbewusst treibt oder hindert. Dass Du eigentlich gerne losgehen würdest, aber nicht genau weisst, wie, wann und wo.
Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen: Es braucht nicht Jahre auf der Couch, keine 800 Familienaufstellungen. Es braucht drei Wochenenden.
Wenn Du magst, nimm Kontakt zu den Generationcode-Therapeut:innen in Thun auf und melde Dich an. Hier findest Du ihre Website. Ich kann diesen Weg nur empfehlen, aus echter Erfahrung, ohne Auftrag.
Danke, dass Du bis hierhin gelesen hast. Ich freue mich über unsere Verbindung hier.
Schreib mir gerne, wenn dich das Thema beschäftigt.
Häufig gestellte Fragen
Der Generationcode ist ein Prozess zur Ahnenheilung, entwickelt von Sabine Lück. Er hilft dabei, unbewusst übernommene Muster und Wunden aus der eigenen Familienlinie zu erkennen und aufzulösen.
Der Prozess besteht aktuell in Thun aus drei Wochenenden, die im Abstand von jeweils drei bis vier Wochen stattfinden.
In der Schweiz bieten von Sabine Lück ausgebildete Therapeut:innen den Generationcode an, unter anderem in Thun.
Aus eigener Erfahrung: mehr Gelassenheit gegenüber alten Familienmustern, weniger Verletzlichkeit bei Kommentaren, die früher tief getroffen hätten, und ein entspannteres Verhältnis zu den eigenen Eltern.
Nein. Ich bin ohne Vorerfahrung mit systemischer Ahnenarbeit eingestiegen, begleitet von einem erfahrenen Therapeut:innen-Team.




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